Traumdeutung: die Sprache unserer Träume

Was steckt hinter unseren Träumen?


Viele Traumforscher haben sich mit dieser Frage beschäftigt. Eine These vom Psychoanalytiker Siegmund Freud besagt, dass hinter jedem Traum ein Wunsch steckt und Träume dazu dienen unser Unterbewusstsein dem Träumenden zu offenbaren. 

Prof. Dr. Michael Schredl steht hinter der These, dass Menschen in ihren Träumen Situationen aus dem Alltag oder bereits vergangene Erlebnisse verarbeiten, indem erlebtes meist durch Symbole im Traum auftauchen. 



Typische Traumdeutungen


Verfolgt werden:
Wer im Traum verfolgt wird, erlebt laut einem Deutungsansatz häufig Gefühle von Unsicherheit und Kontrollverlust oder es soll eine Situation offenlegen, in welcher der Träumende davonläuft anstatt sich dem Konflikt zu stellen. 

Fliegen:
Man fliegt so frei wie ein Vogel. Jenes Sinnbild soll in der Welt des Träumenden das Gefühl nach Freiheit und Unabhängigkeit oder den Wunsch nach Entlastung und das überwinden von Grenzen aufzeigen. 

Fallen:
Das Fallen im Traum zeigt oft, dass man sich im Alltag unsicher fühlt oder Angst hat, die Kontrolle zu verlieren. Häufig taucht dieser Traum in Phasen auf, in denen Entscheidungen anstehen oder man sich überfordert fühlt. Er kann auch ein Hinweis darauf sein, dass man sich mehr Stabilität oder Unterstützung wünscht.

Nicht sprechen können:
Dieser Traum zeigt, dass man sich im Alltag nicht gehört fühlt oder Schwierigkeiten hat, sich auszudrücken. Er kann auch auftreten, wenn man sich in einer Situation machtlos fühlt oder Angst hat, etwas Wichtiges nicht sagen zu können.



Also kann man Träume eindeutig deuten? Es gibt viele Deutungsansätze mit Sammlungen an Traumsymbolen, jedoch ist jeder Mensch individuell, wodurch jedes Symbol je nach Person etwas anderes bedeuten kann. Vielmehr helfen sie dabei, die eigenen Gedanken und Gefühle besser zu verstehen. Sie öffnen jede Nacht einen Blick in unsere innere Welt und zeigen manchmal Hinweise, die wir im Alltag noch gar nicht wahrnehmen.